
Prof. Dr. Miriam Erlacher
Ärztliche Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Der Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 1984 aus einer Elterninitiative gegründet wurde. Bis zu Beginn der 80er Jahre waren die Krebserkrankungen im Kindesalter, Leukämie, Nierentumoren, Knochentumoren und andere bösartige Erkrankungen unheilbar. Im Unterschied zu Krebserkrankungen im fortgeschrittenen erwachsenen Alter, die sich über längere Zeit erstrecken können, führen Leukämien und Krebserkrankungen im Kindesalter ohne Behandlung in der Regel rasch zum Tode. In den letzten 40 Jahren haben sich jedoch die Behandlungsmöglichkeiten für diese Erkrankungen durch den medizinischen Fortschritt dramatisch verändert.
Heute können zwei von drei Kindern mit einer Krebserkrankung dauerhaft geheilt werden. Dieser medizinische Erfolg wird allerdings durch eine lang dauernde und intensive Therapie möglich, die Kinder aber auch Eltern und das familiäre Umfeld sowie körperlich als auch seelisch belasten. Der Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder unterstützt seit vielen Jahren die Behandlung der Kinder- und Jugendlichen an unserer Klinik auf vielfältige Art. So wurden Unterbringungsmöglichkeiten für Eltern an der Klinik geschaffen, die Betreuung der Geschwisterkinder von Patienten ermöglicht, eine neue Tagesklinik errichtet und die medizinische, vor allem aber auch die psychosoziale Betreuung auf den Stationen, erheblich verbessert. Ohne das Engagement des Förderkreises, das Stellenfinanzierungen und vieles mehr umfasst, wären viele Aspekte, die den Patienten und Eltern ihren Aufenthalt in der Klinik und während der gesamten Therapiezeit erleichtern, nicht möglich. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte stellt das Engagement von Initiativ- und Elterngruppen eine enorme Unterstützung dar, um eine ganzheitliche Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen wie der Krebserkrankung zu ermöglichen. Die Klinik ist für die kontinuierliche und zuverlässige Unterstützung durch den Förderkreis sehr dankbar und hofft auch in Zukunft auf die Unterstützung durch den Förderkreis.
